"Ich hab' mir doch solche Mühe gegeben. Warum klappt es nicht?" Deshalb. Weil wir es so unbedingt wollten und alles daran gesetzt haben. Dann sagt das Schicksal: Nein. Loslassen. Manchmal klappt es, wenn wir es nicht (mehr) so sehr wollen. Kann ich etwas nicht wollen? Ich kann mich jedenfalls davon unabhängiger machen, ob ich es erreiche oder nicht. Dann spielt es gar keine so große Rolle, ob ich den Gipfel erreiche oder die Bewerbung abschicke. Wobei das bessere Beispiel eigentlich ist, die Stelle zu bekommen. Denn das kann ich versuchen, habe es aber nur begrenzt in der Hand. Folglich ist es ein sehr wackeliges Fundament für mein Wohlbefinden oder Selbstwertgefühl. Die Wackeligkeit muss ich entweder aushalten oder auf ein festeres Fundament setzen. Kleinere oder sicherere Ziele. Ein Mal am Tag vor die Tür gehen. Mit mindestens einem Menschen pro Tag reden. Erreichbare Ziele. Kennen wir alle. Greifen dann aber doch bald wieder (viel zu) weit nach oben. Loszulas...
Überlegungen, wie ich meinen Feierabend gestalte. Was ich nicht denke: "Oh, eine reizvoll klingende Veranstaltung. Da gehe ich mal hin." Was ich stattdessen denke: "Oh, da könnte ich mich blamieren/niemanden kennen/keinen Spaß haben/den Ort nicht finden/zu müde sein/es nicht hinkriegen/..... Besser nicht." Wer hat hier die Entscheidung getroffen? Ich oder die Angst? Wie oft treffe ich Entscheidungen aus Angst? Mit dem Ziel, etwas Unangenehmes zu vermeiden anstatt etwas Erstrebenswertes zu erreichen. Nicht getrieben von Neugier, Lust oder Bedürfnis nach Wachstum, sondern aus einer Sorge heraus, dass die Entscheidung ungemütliche bis schmerzhafte oder schlimme Auswirkungen hat. Dabei geht es mir hier noch nicht mal darum, wie realistisch diese Auswirkungen sind. Sondern darum, was meinen Weg bestimmt. Wer auf dem Fahrersitz sitzt. Wieviel Raum räume ich eigentlich diesem ängstlichen Teil meines Ichs ein, dass es an entscheidenden Stellen die Führung übernimmt? So ...