Eine Chance auf einen Ego-Boost geht verloren, wenn ich Ziel X nicht erreiche (z.B., kein Paper veröffentliche). Aber ebenfalls auch eine Chance auf eine Ego-Bruchlandung (und sind wir mal ehrlich, diese Chance ist, betrachten wir die nüchternen Wahrscheinlichkeiten, deutlich höher). Denn etwas nicht zu schaffen nagt ja vor allem dann am Selbstwertgefühl, wenn man von sich erwartet , es zu schaffen. Auch hier kommt also die Freiheit zum Tragen, auf die ich im vorherigen Beitrag ein Loblied sang. Frei sein davon, X schaffen zu müssen, lässt mir mehr Freiheit, alles Andere zu sein, was mich sonst noch so ausmacht (z.B. müde). Ich kann X immer noch versuchen. Aber ich muss es nicht. Nach dem Motto: Alles kann, nix muss, macht dann alles gleich viel mehr Freude. Wenn ich kein veröffentlichungsreifes Meisterstück schreiben muss, merke ich, dass ich schreiben will . Aber vielleicht eben nur Tagebuch. Welch eine Entlastung.
Gesammeltes Gedankenungut von einem ganz gewöhnlichen Individuum