Immer wieder höre ich den Rat an Andere, zu lernen, Nein zu sagen. Der Standardmodus scheint das "Ja" zu sein, das Nein hingegen eine seltene Spezies. Bei mir ist es umgekehrt. Ich sage immer erstmal Nein. Vorsichtshalber. Um mich nicht auf etwas potenziell Forderndes oder Gefährliches einzulassen (gefährlich soll hier in einem sehr relativen Sinne gemeint sein - wie z.B. die Gefahr, die Kontrolle zu verlieren). Das Ja kommt mir oft verbindlicher vor, als das Angebot gemeint ist. Ein gemeinsamer Kneipenbesuch wird oft von der anderen Seite abgesagt und selbst wenn er stattfindet, geht er meist nicht so lang und erfordert so viel Hirnschmalz, Spritzigkeit und Zugewandtheit, wie ich mir einbilde. Mir kommt es vor, als setze ich mit dem Ja eine Unterschrift unter einen Vertrag, dessen AGB ich nicht gelesen habe. Dabei kann ein Ja Möglichkeiten eröffnen. Das Nein schließt sie von vornherein aus. Ein Ja kann eine beschwingenden Schwips, ein inspirierendes Gespräch, eine spaßige A...
Gesammeltes Gedankenungut von einem ganz gewöhnlichen Individuum