Ich bin müde des Suchens, des immer wieder Versuchens. Immer wieder die Hoffnung: Vielleicht klappt es ja diesmal. Obwohl die Empirie dagegen spricht. Ignoriere ich das, um die Hoffnung aufrechtzuerhalten? Mit jedem Mal, mit dem ich ein Dokument öffne und zu schreiben versuche, bröckelt ein kleines Stückchen dieser Hoffnung ab. Bis irgendwann nur noch ein mickriger Kern bleibt. Der muss reichen. Mit jedem Menschen, den ich treffe auf der Suche nach einer menschlichen Verbindung und der doch etwas zu anders ist, um unsere Wellenlängen aneinander anzugleichen, bröckelt die Hoffnung. Okay. Dann halt nicht. Das Prinzip Hoffnung finde ich theoretisch auch sehr wichtig. Wo kommen wir hin, als Gesellschaft und als Individuen, wenn wir keine Ideen für die Zukunft haben? Wir brauchen die Zuversicht, dass es klappen kann , um überhaupt aktiv zu werden. Aber meine Hoffnung zementierte sich irgendwann zu einer Erwartung, und die ist deutlich unflexibler und anspr...
Gesammeltes Gedankenungut von einem ganz gewöhnlichen Individuum