Der September hat begonnen - da erzähle ich euch nix Neues - und mit ihm habe ich ein paar auch nicht ganz neue Beobachtungen gemacht:
- Die Septemberdepression kündigt sich an. Die hat weniger mit dem Ende des Sommers selbst als mit dem Ende der leichten, vermeintlich sorglosen Zeit und den Ferien (für die, die sie haben) zu tun. Das Leben und seine Anforderungen scheinen auf einmal wieder ernster und drängender.
- Gesprächsfetzen: "Keinen Bock habe ich ja schon lange nicht mehr."
- Verletzlichkeit einzufordern ist leichter, als sie selbst zuzulassen. Wenn Veretzlichkeit zu zeigen uns bei Anderen nötig und vielleicht auch einfach erscheint, so hat das vielleicht damit zu tun, dass 1. wir nicht das ganze Bild der dahinterliegenden Prozesse und Ängste sehen und 2. die betreffende Info oder das Gefühl, das gezeigt werden soll, für uns leichter und unproblematischer, unbesetzter ist als für die Person selbst.
- Empfindungen von Schönheit sind sehr subjektiv. Was Andere als ungepflegt empfinden, finde ich attraktiv.
- Schlechter Kaffee lässt sich ertragen, wenn er durch Mate ersetzt wird.
- Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, aber auch eine Menge Unsicherheit, Anspannung und Fremdeln.

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