Können wir nicht einfach nett zueinander sein? Wem tut es weh, wenn wir Großzügigkeit und Freundlichkeit gegenüber anderen walten lassen? Dieses künstliche Hart-Sein, damit schaden wir uns doch gegenseitig UND selbst. Es könnte uns allen besser gehen. Eine Welt mit weniger Ellenbogen und Rücksichtslosigkeit ist möglich und sie ist lebenswerter, davon bin ich überzeugt. Auch ich kann und muss etwas dafür tun. Ein paar Beispiele, wie ich anfangen kann: - Menschen auf der Straße grüßen. Auch wenn sie nicht zurück grüßen (was in ca. 70% der Fälle eintritt). - sich bei Freund:innen und Bekannten melden, auch wenn nicht die Aussicht besteht, sich bald wieder zu sehen. Einfach, weil ich sie mag, den Kontakt mit ihnen aufrechterhalten möchte und mich interessiert, was in ihrem Leben los ist. - Generell: Menschen fragen, wie es ihnen geht. Was sie beschäftigt. Ist nicht nur nett und stellt Verbindung her, sondern fördert ganz Anregendes und teils Inspirierendes zutage. - Kleine Geste...
Wer bist du, wenn keiner hinschaut? Wir denken, wir kennen uns selbst. Wer wir sind, was wir mögen, denken, was uns wichtig ist und was uns auf die Palme bringt (eine Leiter? höhö). Mehr als einmal war ich jedoch verblüfft, weil mein Verhalten so gar nicht übereinstimmte mit diesen (angenommenen) Werten. Bin ich gar nicht die, für die ich mich halte? Ich könnte jetzt etwas daherlabern von der Komplexität und Vielseitigkeit des Menschen und wie wenig er in Schablonen gepresst werden kann, aber das bringt uns wohl kaum weiter. Denn eigentlich sind wir doch nicht so irre mysteriös, wie wir uns gern einreden. Ich glaube eher, es gibt Seiten, die sehen wir nicht. Einige davon wollen wir nicht sehen. Andere davon sind neu, noch nicht ganz fassbar oder irrational. Darum blenden wir sie aus, weil wir gerne ein kohärentes und rechtfertigbares Selbstbild haben möchten. Schließlich kommt es im Außen ja gar nicht gut an, wenn wir uns unlogisch verhalten oder Widersprüche zeigen. Was, du trägs...