Ja, es ist heiß. Was mich aber viel mehr beunruhigt als die momentane Hitze ist, wofür sie steht. Wir haben es oft gehört in den letzten Tagen: Das sind Auswüchse des Klimawandels. Das ist erst der Anfang. Wer nicht vorher schon Angst vor der Zukunft hatte, dürfte sie jetzt haben. Wie damit umgehen? Klar, ich kann im eigenen Nahfeld etwas anstoßen oder mich einer Bewegung anschließen. Urban Gardening betreiben, Klimastreiks organisieren, für die Begrünung von Asphaltflächen im Stadtrat plädieren. Die begrenzte Wirkung ist mir dabei jedoch immer klar. Ich kann gut nach mir selbst schauen und mir eine so erfreuliche Zeit wie möglich auf dieser Erde machen. Aber das führt, bei mir zumindest, zu noch mehr Schuldgefühlen: Ich lebe auf dicker Sohle, verbrauche Ressourcen und Andere leiden. Ja, auch ich will ein Gutmensch sein (wenn das denn möglich ist). Vom Wählen fange ich nicht an, das sollte selbstverständlich sein. Also was dann? All die Schreckensberichte und Sze...
Der Sommer scheint früh und sehr präsent hereinzubrechen. Wäre das nicht eine Konsequenz der Klimaerwärmung, hätte ich nichts dagegen. Es leistet aber eine eh schon vorhandenen unguten Tendenz von mir Vorschub: Nämlich der, nicht im Moment zu sein. Wenn die Tage lang und warm sind und zu allerlei Taten einladen, fällt es mir schwer, meinen sonstigen Pflichten nachzukommen ((Haus-) Arbeit etc.). Das nagt an mir und führt zu einem Dilemma: Wenn ich draußen bin, habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht arbeite. Wenn ich arbeite, habe ich ein schlechtes Gewissen (oder: einen Drang), dass ich nicht rausgehe. Bescheuert. Was tun? Nur noch nachts arbeiten? (Haha, niemals. Da schlafe ich.) Hedonismus zurückstecken? Dazu bin ich zu sehr eine Genusskugel. Arbeit zurückstecken? Langfristig auch unbefriedigend. Also mal wieder das berühmte Gleichgewicht. Falls jemand von euch das gefunden oder anderweitig einen Tipp hat, teilt es mir mit. Bis dahin unterhalte ich mich mit meinem...