Es herrscht Konsens: Körper sind politisch. Köpfe sind es aber auch. Wer bin ich, wenn ich keine Leistung bringe? Wie viel wert ist jemand, der nicht ganz so helle ist (dazu zähle ich mich)? Haben Menschen nur ein Recht auf Anerkennung, wenn sie schlau sind? Wenn "schlau" bedeutet, überdurchschnittlich intelligent zu sein, kann qua definitionem nur ein Teil der Bevölkerung schlau sein. Was ist mit dem Rest? Schauen wir auf die bzw. uns herab? Ist das das Fußvolk? Ich bin nicht die scharfste Klinge im Messerblock. Dafür kann ich nichts. Trotzdem würde ich gerne ein auskömmliches Leben führen und allgemein respektiert werden. Ich bin sicher, das trifft auf jeden zu. Warum also tragen wir diese Meritokratie mit? Leistungsträger verdienen nicht mehr und nicht weniger, respektiert und anerkannt zu werden als jede:r andere auch. Sie mögen viel leisten für diese Gesellschaft. Aber tut das nicht jede:r? Sich um seine Nächsten zu kümmern, Kunst zu machen, Dinge zu reparieren - all d...
Können wir nicht einfach nett zueinander sein? Wem tut es weh, wenn wir Großzügigkeit und Freundlichkeit gegenüber anderen walten lassen? Dieses künstliche Hart-Sein, damit schaden wir uns doch gegenseitig UND selbst. Es könnte uns allen besser gehen. Eine Welt mit weniger Ellenbogen und Rücksichtslosigkeit ist möglich und sie ist lebenswerter, davon bin ich überzeugt. Auch ich kann und muss etwas dafür tun. Ein paar Beispiele, wie ich anfangen kann: - Menschen auf der Straße grüßen. Auch wenn sie nicht zurück grüßen (was in ca. 70% der Fälle eintritt). - sich bei Freund:innen und Bekannten melden, auch wenn nicht die Aussicht besteht, sich bald wieder zu sehen. Einfach, weil ich sie mag, den Kontakt mit ihnen aufrechterhalten möchte und mich interessiert, was in ihrem Leben los ist. - Generell: Menschen fragen, wie es ihnen geht. Was sie beschäftigt. Ist nicht nur nett und stellt Verbindung her, sondern fördert ganz Anregendes und teils Inspirierendes zutage. - Kleine Geste...