Der Sommer scheint früh und sehr präsent hereinzubrechen. Wäre das nicht eine Konsequenz der Klimaerwärmung, hätte ich nichts dagegen. Es leistet aber eine eh schon vorhandenen unguten Tendenz von mir Vorschub: Nämlich der, nicht im Moment zu sein. Wenn die Tage lang und warm sind und zu allerlei Taten einladen, fällt es mir schwer, meinen sonstigen Pflichten nachzukommen ((Haus-) Arbeit etc.). Das nagt an mir und führt zu einem Dilemma: Wenn ich draußen bin, habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht arbeite. Wenn ich arbeite, habe ich ein schlechtes Gewissen (oder: einen Drang), dass ich nicht rausgehe. Bescheuert. Was tun? Nur noch nachts arbeiten? (Haha, niemals. Da schlafe ich.) Hedonismus zurückstecken? Dazu bin ich zu sehr eine Genusskugel. Arbeit zurückstecken? Langfristig auch unbefriedigend. Also mal wieder das berühmte Gleichgewicht. Falls jemand von euch das gefunden oder anderweitig einen Tipp hat, teilt es mir mit. Bis dahin unterhalte ich mich mit meinem...
Bin ich allein, fühle ich mich einsam. Bin ich unter Menschen, dann sehne ich mich nach dem Alleinsein. Ja, was denn nun? Dröseln wir das mal auseinander. Ich vermische hier nämlich zwei Sachen: Zum Einen der Mangel an Kontakt und die Sehnsucht danach. Zum Anderen meinen eigenen Wert, der sich vermeintlich an der Gesellschaft, in der ich mich befinde, bemisst. Stimmt das? Bin ich nur etwas wert, wenn ich mit Anderen zusammen bin? Geben die mir wert? Es scheint, ohne den Stempel "geprüft und auf gut befunden" von Anderen existiere ich nicht. Dem kann ich begegnen, indem ich mich bewusst dem Alleinsein aussetze und schaue, was passiert. Klar, erst kommt die Entwertung und die Scham dafür, offenbar nicht liebenswert genug zu sein, dass jemand seine kostbare Zeit mit mir verbringen möchte. Im zweiten Schritt (und nach einigen Runden des Grübelns) fange ich an, danach zu suchen, was ich denn eigentlich alleine so anstellen könnte. Dann merke ich, dass mein Glück und Wohl, der Spa...