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Nettigkeit

Können wir nicht einfach nett zueinander sein? Wem tut es weh, wenn wir Großzügigkeit und Freundlichkeit gegenüber anderen walten lassen? Dieses künstliche Hart-Sein, damit schaden wir uns doch gegenseitig UND selbst. Es könnte uns allen besser gehen. Eine Welt mit weniger Ellenbogen und Rücksichtslosigkeit ist möglich und sie ist lebenswerter, davon bin ich überzeugt. Auch ich kann und muss etwas dafür tun. Ein paar Beispiele, wie ich anfangen kann: 

- Menschen auf der Straße grüßen. Auch wenn sie nicht zurück grüßen (was in ca. 70% der Fälle eintritt). 
- sich bei Freund:innen und Bekannten melden, auch wenn nicht die Aussicht besteht, sich bald wieder zu sehen. Einfach, weil ich sie mag, den Kontakt mit ihnen aufrechterhalten möchte und mich interessiert, was in ihrem Leben los ist.
- Generell: Menschen fragen, wie es ihnen geht. Was sie beschäftigt. Ist nicht nur nett und stellt Verbindung her, sondern fördert ganz Anregendes und teils Inspirierendes zutage.
- Kleine Gesten der Rücksichtnahme: Die Tür für jemanden aufhalten, jemandem zulächeln, ein Kompliment machen, sich bedanken für vermeintliche Selbstverständlichkeiten. 

Es gibt kein Zu Weich oder Zu Nett. Das ist eine seltsame Beschwörung des Kapitalismus. Wir müssen nicht miteinander konkurrieren. Es gibt genug für alle. Vor allem Freundlichkeit.   

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