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Dumm gefragt

 Heute beschäftigen mich wieder die großen Fragen des Lebens:

- Wie kommt es, dass der Kaffee immer schneller leer ist, als ich ihn trinke?
- Woher kommt die Liebe des/der Deutschen zur Outdoor-Jacke?
- Wie schafft man es, seine Klamotten sauber zu halten? 
- Wieso verkümmert eine Pflanze, während eine andere vor Leben strotzt?
- Wie können Menschen Jeanshosen tragen?! Wird das irgendwann erwartet? Das beschneidet doch jegliche Bauch- und Pofreiheit.
- Gibt es salonfähige Kopfbedeckungen gegen Sonnenstich? Nein, Sonnenhüte, Käppies oder solche Roger-Cicero-Hütchen sind nicht vorzeigbar (Roger Cicero hatte andere, sehr offensicht- bzw. hörliche Stärken als seinen Hut). 
- Wie schafft man es, sich abzuschminken, ohne danach graue Schatten übers ganze Gesicht verteilt zu haben?
- Ist es jetzt Winter oder Frühling? 
- Wie raffen sich Menschen zu solchen großen Projekten wie Auslandssemestern, -reisen, freiwilligen Weiterbildungen oder zu Vereinsgründungen auf? Oder gar zur Gründung einer FAMILIE?!
- An was denkt ihr wirklich, wenn es eigentlich gerade nichts Akutes zu bedenken gibt?


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Der Rahmen unserer Möglichkeiten

Ja, es ist heiß. Was mich aber viel mehr beunruhigt als die momentane Hitze ist, wofür sie steht. Wir haben es oft gehört in den letzten Tagen: Das sind Auswüchse des Klimawandels. Das ist erst der Anfang. Wer nicht vorher schon Angst vor der Zukunft hatte, dürfte sie jetzt haben. Wie damit umgehen?  Klar, ich kann im eigenen Nahfeld etwas anstoßen oder mich einer Bewegung anschließen. Urban Gardening betreiben, Klimastreiks organisieren, für die Begrünung von Asphaltflächen im Stadtrat plädieren. Die begrenzte Wirkung ist mir dabei jedoch immer klar.  Ich kann gut nach mir selbst schauen und mir eine so erfreuliche Zeit wie möglich auf dieser Erde machen. Aber das führt, bei mir zumindest, zu noch mehr Schuldgefühlen: Ich lebe auf dicker Sohle, verbrauche Ressourcen und Andere leiden. Ja, auch ich will ein Gutmensch sein (wenn das denn möglich ist).  Vom Wählen fange ich nicht an, das sollte selbstverständlich sein.  Also was dann? All die Schreckensberichte und Sze...

Werde ich seltsam?

Die meisten Momente in meinem Leben verbringe ich allein. Ich arbeite, wandere, schlafe und scrolle (überwiegend) allein. Das finde ich auch gut so. Nur manchmal flüstert eine leise fiese Stimme: "Ist das normal?" Es mag mein heteronormatives Weltbild sein, Angst vor Einsamkeit (im Alter) oder eine gesunde Prise Selbstkritik - diese Stimme kann mir ganz schön zusetzen. Worte wie "Eigenbrötler", "Katzenlady", "Weirdo" oder "Dauersingle" schieben sich in mein Bewusstsein. Werde ich komisch, wenn ich zu viel Zeit alleine verbringe? Eigne ich mir nach und nach seltsame Verhaltensweisen an, ohne es zu merken? Werde ich zu dieser Person, die von anderen mit Befremden mit einem gehörigen Sicherheitsabstant beäugt wird? Über die Mütter zu ihren Kindern sagen "nee, mit der spielen wir nicht" oder "Schatz, ich weiß auch nicht, was mit ihr los ist"? Aua.  So gern ich allein bin (es kann gar süchtig machen), fürchte ich doch die...

Septemberbeobachtungen

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