1. Es macht keinen Spaß.
2. Alles wird dreckig. Nachdem man anderthalb Stunden geschält, -schnippelt, -kocht und -wendet hat, muss man auch noch abspülen, aufräumen und putzen. Uff.
3. Die Zubereitung dauert mindestens doppelt so lange wie der Verzehr.
4. Es wird nie so, wie man es sich vorgestellt hat. Wer jetzt widerspricht, ist nicht ganz ehrlich zu sich.
5. Ich fange immer erst damit an, wenn ich Hunger habe.
6. Der Kosten-Nutzen-Aufwand würde keiner wirtschaftlichen Rechnung standhalten.
7. Irgendwas fehlt immer.
8. Wenn man nicht gerade zu wenig Soße gemacht hat, fehlt dafür die Beilage.
9. Zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kochvorgangs muss alles gleichzeitig gemacht werden. Da der Mensch erwiesenermaßen nicht multitaskingfähig ist, hat das Konzept "Kochen" also noch gewaltige Schwächen.
10. Für eine Person ist es viel Aufwand, bei mehreren kommt man sich aber in die Quere oder es müssen noch Dominanzkämpfe ausgefochten werden. Oder es reicht am Ende nicht für alle.
11. Es macht keinen Spaß.
Ja, es ist heiß. Was mich aber viel mehr beunruhigt als die momentane Hitze ist, wofür sie steht. Wir haben es oft gehört in den letzten Tagen: Das sind Auswüchse des Klimawandels. Das ist erst der Anfang. Wer nicht vorher schon Angst vor der Zukunft hatte, dürfte sie jetzt haben. Wie damit umgehen? Klar, ich kann im eigenen Nahfeld etwas anstoßen oder mich einer Bewegung anschließen. Urban Gardening betreiben, Klimastreiks organisieren, für die Begrünung von Asphaltflächen im Stadtrat plädieren. Die begrenzte Wirkung ist mir dabei jedoch immer klar. Ich kann gut nach mir selbst schauen und mir eine so erfreuliche Zeit wie möglich auf dieser Erde machen. Aber das führt, bei mir zumindest, zu noch mehr Schuldgefühlen: Ich lebe auf dicker Sohle, verbrauche Ressourcen und Andere leiden. Ja, auch ich will ein Gutmensch sein (wenn das denn möglich ist). Vom Wählen fange ich nicht an, das sollte selbstverständlich sein. Also was dann? All die Schreckensberichte und Sze...
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