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Es werden Posts vom 2026 angezeigt.

Nettigkeit

Können wir nicht einfach nett zueinander sein? Wem tut es weh, wenn wir Großzügigkeit und Freundlichkeit gegenüber anderen walten lassen? Dieses künstliche Hart-Sein, damit schaden wir uns doch gegenseitig UND selbst. Es könnte uns allen besser gehen. Eine Welt mit weniger Ellenbogen und Rücksichtslosigkeit ist möglich und sie ist lebenswerter, davon bin ich überzeugt. Auch ich kann und muss etwas dafür tun. Ein paar Beispiele, wie ich anfangen kann:  - Menschen auf der Straße grüßen. Auch wenn sie nicht zurück grüßen (was in ca. 70% der Fälle eintritt).  - sich bei Freund:innen und Bekannten melden, auch wenn nicht die Aussicht besteht, sich bald wieder zu sehen. Einfach, weil ich sie mag, den Kontakt mit ihnen aufrechterhalten möchte und mich interessiert, was in ihrem Leben los ist. - Generell: Menschen fragen, wie es ihnen geht. Was sie beschäftigt. Ist nicht nur nett und stellt Verbindung her, sondern fördert ganz Anregendes und teils Inspirierendes zutage. - Kleine Geste...

Inkonsistenzen

Wer bist du, wenn keiner hinschaut? Wir denken, wir kennen uns selbst. Wer wir sind, was wir mögen, denken, was uns wichtig ist und was uns auf die Palme bringt (eine Leiter? höhö). Mehr als einmal war ich jedoch verblüfft, weil mein Verhalten so gar nicht übereinstimmte mit diesen (angenommenen) Werten. Bin ich gar nicht die, für die ich mich halte?  Ich könnte jetzt etwas daherlabern von der Komplexität und Vielseitigkeit des Menschen und wie wenig er in Schablonen gepresst werden kann, aber das bringt uns wohl kaum weiter. Denn eigentlich sind wir doch nicht so irre mysteriös, wie wir uns gern einreden. Ich glaube eher, es gibt Seiten, die sehen wir nicht. Einige davon wollen wir nicht sehen. Andere davon sind neu, noch nicht ganz fassbar oder irrational. Darum blenden wir sie aus, weil wir gerne ein kohärentes und rechtfertigbares Selbstbild haben möchten. Schließlich kommt es im Außen ja gar nicht gut an, wenn wir uns unlogisch verhalten oder Widersprüche zeigen. Was, du trägs...

Keine Angst

Angst ist kein guter Berater. Sie wird uns raten, zu bleiben, wo wir sind und ja nichts zu wagen. Auch wenn ein Wagnis oder eine Veränderung uns frei und froh machen würde.  Angst ist keine gute Motivation. Etwas nur zu tun aus Furcht vor Bestrafung, Abwertung oder anderen unangenehmen Konsequenzen verleidet uns nicht nur die Tätigkeit, sondern richtet sie auf ein einziges Ziel aus. So sehen wir nicht die potenziellen positiven (Neben)Effekte: Freude am Tun, Stolz, Lernen.  Angst hält uns klein. Wir begehren nicht auf oder sagen unsere Meinung, wenn wir fürchten, dafür getadelt oder abgewertet zu werden. Das verhindert, für unsere Meinung respektiert zu werden, und manchmal schon die Meinungsbildung selbst.  Angst beschneidet unsere Kreativität. Wir denken nicht frei, außerhalb des Rahmens. Schade eigentlich. Was wäre aus Frida Kahlo geworden, hätte sie sich nicht zugestanden, frei zu denken?   Angst sieht Probleme oder schafft sie. Angst vor Nicht-Gefallen beei...