Direkt zum Hauptbereich

Have a nice day (really)!

Autumn has arrived, the percentage of grey skies is increasing and everything seems to be getting more serious.  At least it feels that way to me. It could be that the world is turning the same way it always has, but these days it feels like there's so much to do - on both a societal and individual level - that what I'm doing is never enough. Of course, I'm just one person, and a very lazy one at that, but it seems that whenever something is finished, twenty-seven new challenges arise. I know that's what the neoliberal hustle and bustle society tells us to think, but I don't want to see life as an accumulation of problems. Life shouldn't feel like a burden (at least for someone living in an extremely wealthy country in the western world).

At the same time, I don't want to close my eyes and doors to all the tasks that come my way and retreat into a lethargic hole of apathy. So what's the way forward?

- Even if the media + people tell you to toughen up: Soften up. We as a society need sensitive and approachable people. You may also find that feeling and resonating with what's happening around you can be uncomfortable, but it can also add depth and insight to your life.

- Sort out what isn't necessary and focus on the rest. Sometimes that's enough.

- Do what feels important to YOU, not what others tell you is important: Arranging a retirement plan should be done at some point, okay. So should making an appointment with your doctor when it's time for a check-up. But you don't need to have an elaborate stock portfolio, or do daily back exercises, or force yourself to sit for 30 minutes and try your best to meditate and NOT let your mind wander to your favourite TV show. Not liking meditation doesn't make you a worse person.

- Enjoy the things you actually WANT to do: If you're unsatisfied with what you achieved on a day, don't punish yourself or self-sabotage by forbidding yourself to do what you actually feel like doing. Watching a TV series, a chat with a friend or a nice meal could be just what you need. Also, your brain needs to internalize that you're going to have that cake regardless of your 'progress'. Life does not have to be earned. 

That said (and, as always, I don't follow this advice myself...), have a nice day. Do what's good for you - because life is not waiting until you're ready to finally be happy. 



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der Rahmen unserer Möglichkeiten

Ja, es ist heiß. Was mich aber viel mehr beunruhigt als die momentane Hitze ist, wofür sie steht. Wir haben es oft gehört in den letzten Tagen: Das sind Auswüchse des Klimawandels. Das ist erst der Anfang. Wer nicht vorher schon Angst vor der Zukunft hatte, dürfte sie jetzt haben. Wie damit umgehen?  Klar, ich kann im eigenen Nahfeld etwas anstoßen oder mich einer Bewegung anschließen. Urban Gardening betreiben, Klimastreiks organisieren, für die Begrünung von Asphaltflächen im Stadtrat plädieren. Die begrenzte Wirkung ist mir dabei jedoch immer klar.  Ich kann gut nach mir selbst schauen und mir eine so erfreuliche Zeit wie möglich auf dieser Erde machen. Aber das führt, bei mir zumindest, zu noch mehr Schuldgefühlen: Ich lebe auf dicker Sohle, verbrauche Ressourcen und Andere leiden. Ja, auch ich will ein Gutmensch sein (wenn das denn möglich ist).  Vom Wählen fange ich nicht an, das sollte selbstverständlich sein.  Also was dann? All die Schreckensberichte und Sze...

Wie ich es haben will und wie es ist

In meiner Idealvorstellung bin ich ein unabhängiger, freier Mensch, der nichts und niemanden zu seinem Glück braucht. In der Realität scheitere ich nicht nur daran, mein Fahrrad selbst zu reparieren, sondern bin auch fundamental auf die Zuneigung und Aufmerksamkeit Anderer angewiesen. Machen wir uns nichts vor: Das sind wir alle (wenn auch zu variierendem Ausmaß).  Eine Menge Kummer würde ich mir ersparen, wenn ich so unabhängig wäre, meinen Weg allein bestreiten würde und damit im Reinen wäre. Aber das bin ich nicht. An Tagen, an denen ich bis zum Abend mit keinem geredet habe (das kommt durchaus vor) fühle ich mich irgendwie schief, im Ungleichgewicht, und befürchte, meine sozialen Fertigkeiten zu verlieren. Ein Computer eröffnet zwar einen Zugang zur Welt, aber er lächelt nicht.  Verhalten Menschen sich dann unvorhersehbar oder reagieren nicht so, wie ich es gerne hätte, bin ich schnell frustriert und wünsche mir, nicht auf ihre Verlässlichkeit und ihr Wohlwollen angewiesen...

Werde ich seltsam?

Die meisten Momente in meinem Leben verbringe ich allein. Ich arbeite, wandere, schlafe und scrolle (überwiegend) allein. Das finde ich auch gut so. Nur manchmal flüstert eine leise fiese Stimme: "Ist das normal?" Es mag mein heteronormatives Weltbild sein, Angst vor Einsamkeit (im Alter) oder eine gesunde Prise Selbstkritik - diese Stimme kann mir ganz schön zusetzen. Worte wie "Eigenbrötler", "Katzenlady", "Weirdo" oder "Dauersingle" schieben sich in mein Bewusstsein. Werde ich komisch, wenn ich zu viel Zeit alleine verbringe? Eigne ich mir nach und nach seltsame Verhaltensweisen an, ohne es zu merken? Werde ich zu dieser Person, die von anderen mit Befremden mit einem gehörigen Sicherheitsabstant beäugt wird? Über die Mütter zu ihren Kindern sagen "nee, mit der spielen wir nicht" oder "Schatz, ich weiß auch nicht, was mit ihr los ist"? Aua.  So gern ich allein bin (es kann gar süchtig machen), fürchte ich doch die...