Manchmal scheint es, als geschehe das Leben uns und wir seien dem hilflos ausgeliefert. Das stimmt manchmal. Mindestens ebenso oft stimmt es aber nicht, und wir sehen nur nicht, was wir tun können. Zugegeben: Unsere Handlungsmöglichkeiten sind oft begrenzt. Wir können andere nicht verändern, das Wetter nicht und unsere eigene Gesundheit auch nur zu einem kleinen Teil. Aber tun können wir meist etwas. Zumindest kurzfristig, damit sich die Misere besser aushalten lässt. Ein Beispiel: Wenn ich unter der langen Dunkelheit leide, kann ich mir Kerzen anmachen. Die geben kein Vitamin D, aber Helligkeit. Wenn ich mich ärgere, dass jemand meine Nachrichten nicht beantwortet, kann ich a) die Person anrufen, b) ihr meine Erwartung und meinen daraus resultierenden Unmut mitteilen oder c) (versuchen) keine Erwartungen mehr an die Person (zu) haben. Das löst das Problem nicht, aber das liegt nunmal nicht in meiner Hand. Oft sehe ich die Handlungsspielräume, die ich habe, nicht...
Gesammeltes Gedankenungut von einem ganz gewöhnlichen Individuum